Hitze erträglicher machen für Babys und Kleinkinder
Babys und Kleinkinder leiden in den heissen Sommermonaten besonders stark unter der Hitze. Nutzen Sie daher alle Möglichkeiten zur Kühlung, ohne das Wohl des Kindes zu gefährden. Denn Kinder müssen wegen der Vitamin D-Bildung über die Haut eine gewisse Zeit des Tages an der Sonne verbringen. Niemand hat allerdings gesagt, dass es die direkte Sonne sein soll. Schatten oder Halbschatten genügen auch.Problematisch ist nämlich, dass Babys und Kleinkinder leicht einen Hitzestau erleiden. Ihr Organismus muss erst lernen, mit grosser Hitze klarzukommen und Schweiss zur Kühlung zu produzieren. Zwar sind alle Schweißdrüsen bereits angelegt. Das Regulationssystem für Hitze oder Kälte funktioniert aber noch nicht. Daher überhitzen Kleinkinder schnell, kühlen aber auch schnell aus.
Wie kann man Kleinkindern Hitze erträglicher machen?
Die richtige Balance zwischen Wärmezufuhr und Kühlung zu finden, ist für Mütter elementar. Zu viel Kühlung wirkt kontraproduktiv. Zu viel Hitze führt zur Dehydration und zum Hitzschlag. In der Mittagshitze bleiben Babys und Kleinkinder am besten in den Wohnräumen. Diese sollten abgedunkelt werden, damit die Sonne sie nicht aufheizen kann. Spaziergänge sollten in heißen Sommer- oder Herbsttagen vormittags oder am kühleren Nachmittag erfolgen. Um die Temperatur unter dem Sonnenschirm auf der Terrasse angenehm zu halten, kann diese mit dem Schlauch abgespritzt werden. So entsteht Verdunstungskühle.
Hilfe für Babys und Neugeborene
Neugeborene, die im Hochsimmer das Licht der Welt erblickt haben, sollten bei hohen Wärmegraden mindestens zwei Wochen in der Wohnung bleiben. Der Kinderwagen sollte bei den ersten Ausfahrten grundsätzlich mit einem Sonnenschirm und einer über das Dach des Kinderwagens gehängten Windel beschatten werden. Das Neugeborene muss vor UV-Strahlen geschützt werden. Die empfindliche Babyhaut hat noch keinen Schutz gegen die Strahlung zur Verfügung. Es dauert mehrere Jahre, bis die Haut des Babys mit UV-Strahlen besser umgehen kann.
Hilfe für Kleinkinder und Kinder
Bei schon etwas älteren Kleinkindern ist eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor das richtige Mittel, um die Haut zu schützen. Neugeborene vertragen solche Cremes aber wegen der dünnen Hautbarriere oft nicht oder nur bedingt. Sie reagieren empfindlich auf die vielen Inhaltsstoffe solcher Cremes. Besser ist es daher, die Haut eines Neugeborenen nie der direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Das ist auch deshalb angeraten, weil die Kinder noch nicht richtig schwitzen und sich abkühlen können. Sind die feinen Hautporen mit einer zinkhaltigen Sonnencreme verstopft, überhitzen die Babys noch schneller.Neugeborene und Kleinkinder im Alter bis zu 12 Monaten sollten nur an den Stellen Sonnencreme erhalten, die von Kleidung unbedeckt bleiben. Sonnenschutz erhalten also vornehmlich die nackten Hände und Unterarme, die bloßen Beine und Füße. Letztere können auch mit einem Laken abgedeckt werden. Dieses kann allerdings abgestrampelt werden.
Den Sonnenschutz aufrechterhalten
Alle zwei Stunden sollte der Sonnenschutz bei einem mindestens einjährigen Kleinkind erneuert werden. Geeignet sind duftstofffreie Bio-Sonnencremes mit hohem Lichtschutz, die als wasserfest gekennzeichnet sind. Die Sonnencreme sollte nicht zu dünn aufgetragen werden. Werden trotz des Sonnenschutzes leichte Hautrötungen entdeckt, muss das Kind umgehend ins Haus. Die betroffenen Stellen können mit Aloe Vera-Gel behandelt werden. Es befeuchtet, kühlt und repariert leichte Hautschäden.Als Sonnenschutz dient auch die Kleidung der Neugeborenen und Kleinkinder. Baumwolle und helle Bekleidung eignen sich bei Kindern am besten, um die Haut kühl zu halten. Um festzustellen, ob das Kind zu stark schwitzt, ist ein simpler Test unter den Hebammen bekannt: der Griff in den Nacken. Richtig angezogen ist das Kind, wenn der Nacken warm ist. Er darf weder heiß noch kühl sein. Ist der Nacken schweißnass, hat das Kind zu viel Kleidung an. Auch im Sommer ist ein schützendes Mützchen angeraten. Optimal ausgewählt ist es, wenn es auch einen angenähten Ohren- und Nackenschutz bietet.In den Wohnräumen kann es deutlich kühler sein als draußen. Der Griff in den Nacken sagt aus, ob das Baby, das zuvor geschwitzt hat, jetzt ausgekühlt ist. Ist das der Fall, sollte der Körper bedeckt werden, vor allem beim Schlafen. Bei Hitze genügt ein Baumwoll-Laken.
Was ist von Kühlmatten zu halten?
Einige Hundebesitzer und Mütter kennen Kühlmatten bereits. Viele haben noch nie davon gehört oder sehen solche Matten eher kritisch. Wer schon an heissen Tagen mit den Tücken von Klimaanlagen zu kämpfen hatte, sieht darin sofort Nachteile. Es gibt jedoch auch Vorteile. Meistens handelt es sich nicht um eine Decke mit Kühl-Akkus, sondern eine selbstkühlende Decke aus speziellem Material. Kühldecken mit ungiftigem Kühlgel, die im Eisschrank heruntergekühlt werden, sind aber auch im Handel zu finden. Solche Decken können bis zu 15 Grad (!) Temperatur-Unterschied ausmachen. Die von uns verkauften Kühlmatten kühlen nur um unproblematische 3-4 Grad.Bei empfindlichen Babys und Kleinkindern kann eine falsche Kühlmatte Probleme bereiten. Die Kinder können sich einerseits noch nicht selbst durch ausreichendes Schwitzen herunterkühlen. Sie kühlen aber leicht aus, wenn die Hitze reduziert wird oder wenn sie lokalen Kältereizen ausgesetzt werden. Für ein Baby kann eine falsche Kühlmatte also ungeeignet sein. In sehr warmen Sommermonaten kann eine Kühlmatte, die zum Schutz gegen zu starkes Auskühlen mit einer dünnen Baumwolldecke abgedeckt wird, aber auch nützlich sein. Jede Mutter sollte selbst entscheiden, was für ihr Kind geeignet erscheint und was nicht.